Lage

Am Kistenpass in den Glarner Alpen, südlich von Linthal auf einem Hochplateau über dem namensgebenden Muttsee gelegen.
Eigentum der SAC Sektion Winterthur. 69 (max. 80) Schlafplätze. Winterraum mit 8 Schlafplätzen. Gaststube mit Platz für 60 Personen.
Stützpunkt des Weitwanderweges Via Glaralpina (ab Sommer 2019).

Koordinaten
720 490 / 190 800

Karten
1:25 000 1193 Tödi

Besteigungen
Hausstock, Ruchi, Nüschenstock, Muttenberg, Bifertenstock

Übergänge
Kistenpass zwischen Linthal (GL) und Breil/Brigels (GR)
Achtung: Neue Wegführung zwischen Latten und Kistenpasshütte aufgrund von Hangrutschen infolge auftauendem Permafrost! Den Markierungen folgend von Latten in südlicher Richtung bis in die Falllinie der Kistenpasshütte und durch die mit Ketten ausgerüstete Felspassage aufsteigend zur Hütte bzw. zu Pkt. 2729.
Der „alte“ Weg eignet sich allenfalls noch im Notfall bei gutem Trittschnee, wenn die Ketten und die Stahlseilabschrankung vor der Kistenpasshütte wintermässig abgeräumt sind. Lawinensituation beachten! Auskunft erteilen die Hüttenwarte der Kistenpass- bzw. der Muttseehütte.

Höhen-/Weitwanderweg
Muttseehütte – Kistenpass – Falla Lenn – Fuorcla da Gavirolas – Fluaz – Panixerpass – Elm
10-12 Std. / Nur bei guter Witterung zu empfehlen. Bei Nebel heikel!

Klettergärten in Hüttennähe

Seen & Fischerei
Muttsee, Obersee, Limmerensee.
Besatz mit Kanadischen Seeforellen (Namaycush). Fangzeiten von 1. Mai bis 30. September. Schonmasse 23 cm, Fangzahlbeschränkung 6 Stk. pro Tag.
Infos und Patente unter Kantonaler Fischereiverband Glarus.

Attraktion
Neu erstellte Staumauer am Muttsee; die Staumauer ist mit 1054 Metern die längste der Schweiz und auf rund 2500 Metern über Meer die höchstgelegene Europas.
Die Staumauer darf begangen werden. Ein markierter Wanderweg über die Mauerkrone bietet sich als aussichtsreiche Variante für den Auf- oder Abstieg zum/vom Kistenpass oder für eine ca. einstündige Rundwanderung über den Hüenderbüel an.

Geheimnisvolles
Muttseehöhle; apokalyptisch und nur den Profis vorbehalten. Die typische alpine Schachthöhle hat eine vermessene Länge von 7880 Metern. Sie führt in eine Tiefe von -1070 Metern und belegt somit den zweiten Platz der eidgenössischen Tiefenliste. In der Höhle befindet sich die sogenannte Apocalypse. Dieser Vertikalschacht ist mit einer Tiefe von 200 Metern der tiefste Schacht der Schweiz. Die Wasserherkunft in der Muttseehöhle bleibt aber ein Geheimnis.

Schutzzone
Das Hochplateau Mutten ist eine Schutzzone mit unter anderem folgenden Schutzbestimmungen: Für Wanderer gilt ein Weggebot. Die bezeichneten Wege dürfen nicht verlassen werden. Im Schutzgebiet ist das Campieren, Zelten und Feuer machen verboten.

Fauna
Steinböcke, Gämsen, Schneehühner, Murmeltiere

©swisstopo | Bundesamt für Landestopographie | CH-3084 Wabern

Zustieg

Sommer

Die Muttseehütte ist am bequemsten mit der Luftseilbahn der Kraftwerke Linth-Limmern AG (KLL) von Linthal-Tierfehd aus zu erreichen.

Variante 1:
Von der Bergstation führt ein abwechslungsreicher, markierter Wanderweg über Chalchtrittli, Nüschen, Muttenwändli zur Hütte.
Dieser Weg wurde ausgebaut und verbreitert und exponierte Stellen sind ausreichend mit Ketten ausgerüstet.
Nur für schwindelfreie Berggänger. Im unteren Drittel teilweise ausgesetzt. Kinder nicht unbeaufsichtigt lassen! Festes Schuhwerk ist unabdingbar. Muttenwändli kann bei Schnee und Eis heikel sein.
2.5 Std. ab Bergstation / T3


Variante 2 (Wiedereröffnung im Sommer 2018):
Von der Bergstation führt ein markierter Wanderweg durch den Kraftwerksstollen (ca. 3 km) zum Limmerensee. Von dort auf dem sanierten und verbreiterten Wanderweg über Mörtel aufsteigend zur Hütte.
Dieser Weg trocknet nach Niederschlägen aufgrund seiner südexponierten Lage schnell ab. Festes Schuhwerk ist aber auch hier unabdingbar.
2.5 Std. ab Bergstation / T2 (eine kurze, mit Ketten abgesicherte Passage T3)


Linthal-Tierfehd ist zu Fuss in ca. 1.5 Std. ab Linthal SBB, mit dem PW oder mit Taxi Edy (PW) oder Alpentaxi Zimmermann (Kleinbus) zu erreichen.

 

Weitere Zustiege

Von Linthal über die Auengüter nach Obbort und durch den „Tritt“ auf die Baumgartenalp. Von dort über Tor, Nutzenbrunnen, Gälb Chopf, Nüschenalp, Muttenwändli zur Hütte.
Der „Tritt“ ist bei Nässe insbesondere im Abstieg heikel.
6 bis 7 Std. ab Linthal SBB / T4


Von Linthal westlich der Linth entlang nach Tierfehd und weiter über Pantenbrugg, Üeli, Schwamm auf die Baumgartenalp. Von dort via Geisstritt, Ober Baumgarten, Chalchtrittli, Nüschenalp, Muttenwändli zur Hütte.
6 bis 7 Std. ab Linthal SBB / T3


Von Breil/Brigels über Alp Quader, Kistenpass und Kistenpasshütte zur Hütte.
6 bis 7 Std. ab Breil/Brigels / T3
Achtung: Neue Wegführung zwischen Kistenpasshütte und Latten aufgrund von Hangrutschen infolge auftauendem Permafrost ! Den Markierungen folgend von Pkt. 2729 über die Eisentreppe hinunter zur Kistenpasshütte und durch die mit Ketten ausgerüstete Felspassage nach Latten absteigen.
Der „alte“ Weg eignet sich allenfalls noch im Notfall bei gutem Trittschnee, wenn die Stahlseilabschrankung vor der Kistenpasshütte und die Ketten wintermässig abgeräumt sind. Lawinensituation beachten! Auskunft erteilen die Hüttenwarte der Kistenpass- bzw. der Muttseehütte.

 

Winter

Von Zustiegen im Winter ist sowohl von der Glarner wie auch von der Bündner Seite her dringend abzuraten. Sämtliche Zugänge sind stark lawinengefährdet. Zudem werden im ganzen Einzugsgebiet der Kraftwerke Linth-Limmern AG zur Sicherung der Anlagen Lawinen mittels Heli- und Handwurfladungen künstlich ausgelöst. Die Sprengarbeiten erfolgen bei Bedarf während 24 Stunden und auch nach längeren Perioden ohne Schneefall (Schneeverfrachtungen, Triebschnee): > Schiessanzeige für das künstliche Auslösen von Lawinen

Via Glaralpina – Der Weitwunderweg

Nachhaltige Naturerlebnisse für Weitwanderlinge

Bergwandern stillt die uralte Sehnsucht nach seelischem und körperlichem Wohlbefinden. Weitwandern ist Trend. Was 2015 in ein paar ideenreichen Köpfen entstanden ist, wird im Sommer 2019 eröffnet.
Die Via Glaralpina zeichnet sich durch rund 210 km und 17’000 Höhenmeter aus und verbindet 20 Gipfel mit über 30 Hütten, Hotels und Gasthäuser im Kanton Glarus. Ein abwechslungsreicher Weitwanderweg, der bestehende Lücken im Glarner Wanderwegnetz schliesst und die drei Gemeinden durch einen Wanderweg rund um den Kanton miteinander verbindet.

Die Muttseehütte ist Stützpunkt auf der Route Tierfehd – Muttenberg – Panixerpass.

Ziele & Zeiten ab Hütte