Luftseilbahn Tierfehd-Kalktrittli – Der Sommerfahrplan 2017 ist da!

Mit der Luftseilbahn der Kraftwerke Linth-Limmern AG überwinden Sie die ersten Tausend Höhenmeter auf dem Weg zur Muttseehütte mit Leichtigkeit. Und ein Erlebnis ist die Fahrt obendrein:
Quasi vom …Anfang? Oder Ende der Welt? Wie auch immer Sie das sehen, der Talort Tierfehd ist beeindruckend. Hier fliesst die junge Linth, gespiesen vom Sand-, Walen- und Limmerenbach aus der engen Linthschlucht hinaus in die grosse, weite Welt. Hier steht das legendäre Hotel Tödi in neuem Glanz – aber genauso sagenhaft abgelegen, wie es schon vor gut 140 Jahren Bergsteiger und Pioniere, Philosophen und Geniesser aus aller Welt in seinen Bann gezogen hat. Hier kann der Blick nur talauswärts ungehindert gleiten – gen Süden steht mächtig und unnahbar der Selbsanft mit seinem anspruchsvollen Nordgrat, flankiert von rechts und links nicht minder steil aufragenden Wänden.
`Wo kommt man da bloss hin?` wird sich da manch einer fragen und nicht schlecht staunen, wenn sich bereits nach wenigen Dutzend Höhenmetern die Welt wieder auftut: Der Enge der Linthschlucht im Süden entflieht der Blick mit Überqueren der Pantenbrugg, hinter der sich bald die Sandalp und als deren Abschluss der Tödi in seiner ganzen Pracht zeigt. Auch der Selbsanft bekommt mehr und mehr fast liebliche Züge mit seinen Planggen, Bändern und eleganten Türmen. Und vis-à-vis sind plötzlich die vielen Alphütten von Altenoren, Bärenboden und Fiseten zu sehen, überragt von Gemsistock, Gemsfairen, Fisetengrat und Jegerstöck. Und schon ruckelt die Bahn über den ersten Masten und somit über die Baumgartenalp, von der man einen erhabenen Blick auf das Glärnischmassiv und das Vrenelisgärtli geniesst. Wenn Sie nun Ihre Augen offen halten, entdecken Sie vielleicht auch schon die ersten Steinböcke.
Der Sommerfahrplan 2017 ist da – die Tourenplanung kann beginnen!

Hütte im Winterschlaf

Die Muttseehütte ist im tiefen Winterschlaf und nicht bewartet.

Das neue Hüttenteam heisst euch ab Sommer 2017
ganz herzlich willkommen und freut sich auf viele Besuche!

Ich bin die Neue!

Manchmal kann ich es noch immer nicht richtig glauben, dass die Muttseehütte jetzt mein ist.

Wie oft war ich in den vergangenen Jahren als „Linthal 2015“-Projektmitarbeiterin dort oben und habe die Muttenalp dabei bei jeder Jahreszeit und in all ihren Facetten kennengelernt.

Die Muttseehütte erlebte während der Erstellung der neuen Staumauer am Muttsee turbulente Zeiten; eine Baupiste direkt an der Hütte vorbei, hunderte von Arbeitern aus allen Herren Länder, ein riesiges Arbeiter-Camp und eine Schwerlast-Seilbahn in Sicht- und Hörweite. Hinzu kam noch der zeitgleiche Umbau der Hütte selbst.
Die Muttseehütte blieb aber immer so etwas wie eine Oase inmitten des Getümmels, des Lärms, des Zeit- und des Leistungsdrucks. Hier kehrte man ein und genoss für ein paar Minuten die eigentliche, urtümliche Welt dort oben.

Im letzten Jahr kehrte mit Voranschreiten des Rückbaus von Camp, Baupisten und Installationsplätzen wieder mehr und mehr Ruhe ein und so war bis im Spätherbst 2016 auf der Muttenalp ausser Stille nichts mehr zu hören. Was aber zu sehen bleibt, ist die neue Staumauer am Muttsee, die sich mit einer Länge von 1054 Metern als die längste der Schweiz und auf rund 2500 Metern über Meer als die höchstgelegenste von Europa wunderschön in die Landschaft einfügt und über die ab sofort ein neu angelegter Wanderweg führt, der zum Flanieren einlädt.

Als Einheimische, langjährige Mitarbeiterin der Axpo-Tierfehd und als Berglerin seit jeher, freue ich mich nun riesig, meine Begeisterung und Leidenschaft für Landschaft, Touren und das neue Pumpspeicherwerk Limmern in dieser einzigartig schönen Bergwelt mit euch zu teilen.
Als gelernte Servicefachangestellte, erprobte Hüttenhilfe und einstige B&B-Gastgeberin kann ich es aber auch kaum erwarten, euch mit Gastlichkeit und guter Küche in einem gemütlichen Ambiente zu bewirten.

In diesem Sinne: Bis bald in der Muttseehütte, der Oase auf 2501 m.ü.M.!
Eure neue Hüttenwartin – Anita Gubler